{"id":179,"date":"2015-11-22T20:51:05","date_gmt":"2015-11-22T20:51:05","guid":{"rendered":"http:\/\/mv.gerstmeier.com\/?page_id=179"},"modified":"2015-11-22T20:51:05","modified_gmt":"2015-11-22T20:51:05","slug":"chronik","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.mv-altomuenster.de\/?page_id=179","title":{"rendered":"Chronik"},"content":{"rendered":"<p>Ein Vereinsjubil\u00e4um dient dazu, vielen Menschen zu danken, die den Verein innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens beleben, weitergef\u00fchrt und mit ihm ein St\u00fcck Weges gegangen sind. Dazu ist es nat\u00fcrlich auch notwendig, R\u00fcckschau zu halten, wieder in Erinnerung zu rufen, wie es fr\u00fcher war, vor dem Entstehen des Vereins, die Gr\u00fcndung, das Werden des Vereins und das Vereinsleben bis heute. Schauen wir nun gemeinsam zur\u00fcck. Altom\u00fcnster hat eine gro\u00dfe Musiktradition.<\/p>\n<h2>Blaskapellen, Musiker und Blasmusik vor Gr\u00fcndung des Musikvereins<\/h2>\n<p>Seit der Zeit nach dem Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieg gab es Musikanten in Altom\u00fcnster. Organisiert begegnen uns die Musikanten dann im vorigen Jahrhundert genauer. Xaver Eberl, daheim auf dem Schustertoni-Anwesen, war Musikmeister. Diesem folgte der Musikmeister Anton Aberl mit seiner Kapelle. 1924 wurde innerhalb des Katholischen Gesellenvereins die Burschenkapelle gegr\u00fcndet, die bis um 1950 spielte. Eine weitere Blas- und Blechmusik war zur gleichen Zeit die Kapelle Hailer.<\/p>\n<p>Um 1950 war eine neue Blaskapelle innerhalb der Kolpingfamilie gegr\u00fcndet worden,f\u00fcr die sich sp\u00e4ter der Name Kapelle Ostermair einb\u00fcrgerte. Die Auffrischung durch junge Spieler fand bei dieser Kapelle nicht statt. So musste das Ende zwangsl\u00e4ufig kommen. 1970 war das Ende da, Altom\u00fcnster war dadurch ohne Blaskapelle.<\/p>\n<p>Dies aber lie\u00df einen Mann nicht ruhen. Der sich in den 60er und 70er Jahren um die Erwachsenenbildung angenommen hatte, Max Ostermeier. 1970 war es ihm unter anderem gelungen, in Altom\u00fcnster eine Nebenstelle der Erwachsenenbildungseinrichtung &#8222;Dachauer Forum&#8220; zu gr\u00fcnden. Im Rahmen dieses Dachauer Forums wurden ab 1974 auch Musikkurse angeboten. Das Interesse kann als \u00fcberw\u00e4ltigend bezeichnet werden. Unter anderem nahmen 30 Musikfreunde am Sonderkurs Musikkapelle teil.<\/p>\n<p>Jahrelang rang Max Ostermeier auch mit dem Gedanken wieder eine Blaskapelle zu gr\u00fcnden, aufgrund der gro\u00dfen Nachfrage nach den Musikkursen fasste sich Max Ostermeier im Jahr 1975 ein Herz. Er ver\u00f6ffentlichte seine Vorstellungen \u00fcber eine Musikkapelle in Altom\u00fcnster in einer Information des Dachauer Forums. Anfangs 1976 war es nun an der Zeit, so meinte er, seine Gedanken \u00fcber die Gr\u00fcndung eines Musikvereines in die Wirklichkeit umzusetzen.<\/p>\n<h2>Gr\u00fcndung des Musikverein Altom\u00fcnster<\/h2>\n<p>Am 2. Februar 1976 fand eine erste Besprechung zwischen Max Ostermeier, den Musikinteressenten, deren Eltern und den Musikfachlehrern im Schulhaus statt. Sehr zahlreich waren die Interessenten gekommen. B\u00fcrgermeister Anton Hofberger hatte bei dieser Besprechung zugesagt: &#8222;das man alles m\u00f6gliche tun werde, das ein Ort wie Altom\u00fcnster eine Musikkapelle bekomme, denn es w\u00e4re traurig, wenn uns als Mittelpunktgemeinde kleinere Orte den Marsch blasen k\u00f6nnten&#8220;. Eine weitere Besprechung schloss sich an. Die Ergebnisse der Besprechung waren so ermutigend, das sich Max Ostermeier bereits im M\u00e4rz 1976 mit einer weiteren aktuellen Information des Dachauer Forums, an die \u00d6ffentlichkeit wenden konnte mit dem Hinweis, dass das k\u00fcnftige Musikschaffen eine neue Sicht bek\u00e4me. Ostermeier schrieb damals weiter, das sich abzuzeichnen beginnende Neue soll Profil haben, wie es dem traditionsreichen Markt Altom\u00fcnster im Norden des Landkreises geziemt. Es ist eine Organisationsform vonn\u00f6ten, die sowohl die Akteure als auch die f\u00f6rdernden Freunde und G\u00f6nner unter einem gemeinsamen Dach zusammenfasst und damit breite Entfaltungsm\u00f6glichkeiten bietet. Was halten sie von einem Musikverein Altom\u00fcnster e.V. ?<\/p>\n<p>Es fehlt eine Institution, die legitime Aufgaben verantwortlich wahrzunehmen hat und befugt ist, rechtswirksam zu handeln. Soweit der damalige Aufruf von Max Ostermeier und der Aufruf blieb nicht ungeh\u00f6rt. Die Konturen des &#8222;Neuen&#8220; wurden klarer. Am 30. Mai 1976 richtete Wilfried Fromm an die Marktgemeindeverwaltung Altom\u00fcnster ein Schreiben, worin er um Zuweisung eines Raumes f\u00fcr den k\u00fcnftigen Musikverein Altom\u00fcnster im alten Schulhaus bat. Man war also offensichtlich schon sehr weit gekommen in den \u00dcberlegungen \u00fcber die neue Form des Zusammenwirkens der Musikinteressenten. Daf\u00fcr lie\u00df die Antwort aus dem Altom\u00fcnsterer Rathaus auf sich warten.<\/p>\n<p>Am 4. November antwortete die Gemeinde dass sich der Musikverein mit dem Ballettunterricht Fleischer einen Raum im neuen Schulhaus 2. Saal rechts im Obergeschoss zu teilen habe. Zwischen diesen beiden Daten aber lag bereits die formelle Gr\u00fcndung des Musikvereins Altom\u00fcnster. Max Ostermeier hatte durch Ausdauer und Z\u00e4higkeit die Voraussetzungen geschaffen, einen Verein gr\u00fcnden zu k\u00f6nnen. Zu diesem Zweck konnte er auf Freitag. 16. Juli 1976, 20 Uhr, zur Gr\u00fcndungsversammlung in das Gasthaus Herzog einladen. Max Ostermeier ging zu Beginn dieser Versammlung noch einmal auf den Zweck eines solchen Vereins ein. Weiter gab er bekannt, dass der Musikkurs f\u00fcr Blasmusik in der Zukunft aus dem Programm des Dachauer Forums ausgegliedert und vom Musikverein \u00fcbernommen werde. Anschlie\u00dfend erfolgte durch die 19 Gr\u00fcndungsmitglieder die Beratung und Beschlussfassung \u00fcber die Satzung des neuen Vereins. Gr\u00fcndungsmitglieder waren, soweit heute noch bekannt:<\/p>\n<p>Wilfried Fromm, Rudolf Fladerer, Anton Hofberger, Gisela Huber, Max Ostermeier, Herbert Pukas, Dr. Roland Stevens, Siegfried Wagner, Simon Wackerl, Ute Wolter.<\/p>\n<p>Die erstmalige Wahl des Vorstandes schloss sich an. Dabei wurden gew\u00e4hlt:<\/p>\n<p>Vorsitzender Rudolf Fladerer, 2. Vorsitzender Wilfried Fromm,<\/p>\n<p>Kassier Uta Wolter, Schriftf\u00fchrer Siegfried Wagner,<\/p>\n<p>Beisitzer Simon Wackerl, Gisela Huber, Dr. Roland Stevens.<\/p>\n<p>Zum ersten Dirigenten des Vereins wurde Herbert Pukas aus P\u00f6ttmes bestimmt, der bereits vorher das Gebiet Musikkapelle betreut hatte. Die Gr\u00fcndung eines Vereins als Tr\u00e4ger einer Musikkapelle brachte einen gro\u00dfen Vorteil mit sich. War es in der Vergangenheit immer so, dass das Ende einer Musikkapelle jeweils biologisch bedingt, abzusehen wart so war nun mit der Gr\u00fcndung des Vereins die Grundlage daf\u00fcr geschaffen worden, dass ein Fortbestehen der Musikkapelle von einem Wechsel der Spieler unabh\u00e4ngig wurde.<\/p>\n<p>Einige Spieler aus der ehemaligen Kolpingkapelle hatten sich dem neuen Verein angeschlossen und leisteten Geburtshilfe. Auch der Markt Altom\u00fcnster gew\u00e4hrte wiederholt finanzielle Beihilfe f\u00fcr den Ankauf von vereinseigenen Instrumenten. So konnte schon bald an einen ersten \u00f6ffentlichen Auftritt der neuen Kapelle herangegangen werden. Auf der eigenen Weihnachtsfeier des Vereins am 12. Dezember 1976 im Wiedemannsaal war es soweit. Zum erstenmal spielte die neue Blaskapelle des Musikvereins Altom\u00fcnster unter ihrem Lehrer und Dirigenten Herbert Pukas auf.<\/p>\n<p>Max 0stermeier konnte sein Werk als vollendet betrachten. Max Ostermeier starb schon sehr bald 62-j\u00e4hrig am 1. Juni 1982.<\/p>\n<p>War es am Gr\u00fcndungstag nur ein kleines H\u00e4uflein der den Verein aus der Taufe hob, so erh\u00f6hte sich die Mitgliederzahl in der Folgezeit sehr stark. Innerhalb eines Jahres \u00fcberschritt die Mitgliederzahl die Zahl 100. Bereits im folgenden Jahr 1977 waren die Auftritte der Kapelle sehr zahlreich. W\u00e4hrend der Fastenzeit nahm der Verein an der Auff\u00fchrung der Matth\u00e4uspassion in der Pfarrkirche teil. Im Rahmen einer heiligen Messe f\u00fcr die lebenden und die toten Musiker wurde durch Herrn Dekan Johann Gradl eine Instrumentenweihe vorgenommen. Anschlie\u00dfend war im Wiedemannsaal eine Patenschaftsfeier mit der Blaskapelle Bonstetten durchgef\u00fchrt worden. Zur Volksfester\u00f6ffnung spielte die Blaskapelle wie auch zum 10-j\u00e4hrigen Jubil\u00e4um des FC Pipinsried und zur Einweihung des neuen Schulhauses. 1981 fand ein Musikwettbewerb in Altom\u00fcnster zwischen f\u00fcnf Blaskapellen statt, den die Blaskapelle Langenpettenbach seinerzeit gewann.<\/p>\n<p>Trotz dieser vielen Auftritte waren die Jahre leider fast vollst\u00e4ndig gepr\u00e4gt von Differenzen innerhalb der Leitung des Vereins. Diese Differenzen f\u00fchrten dazu, dass der Gr\u00fcndungsdirigent und der Gr\u00fcndungsvorstand 1981 aus ihren \u00c4mtern und aus dem Verein ausschieden. Au\u00dferdem hatten diese Vorg\u00e4nge beinahe das Ende des Vereins herbeigef\u00fchrt. Die Folge war n\u00e4mlich, dass 1981 aus Mangel an Spielern keine Gesamtproben mehr stattfinden und \u00f6ffentlich von einer Aufl\u00f6sung des Vereins gesprochen wurde.<\/p>\n<p>Dann aber zeigte sich, welch hohen Stellenwert der Musikverein Altom\u00fcnster in der kurzen Zeit seines Bestehens erreicht hatte. Nun schaltete sich B\u00fcrgermeister Anton Hofberger und der Gemeinderat ein. Der seinerzeitige Kulturreferent, Gemeinderat Gerd Walter, wurde beauftragt zu vermitteln. Nach vielen Gespr\u00e4chen und nach zwei ergebnislos verlaufenen Hauptversammlungen brachte endlich die Versammlung am 18. November 1982 im Wiedemannsaal einen Neubeginn und ein Weiterwirken des Vereins war gew\u00e4hrleistet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Vereinsjubil\u00e4um dient dazu, vielen Menschen zu danken, die den Verein innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens beleben, weitergef\u00fchrt und mit ihm<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"colormag_page_container_layout":"no_sidebar_full_width","colormag_page_sidebar_layout":"right_sidebar","footnotes":""},"class_list":["post-179","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.mv-altomuenster.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/179","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.mv-altomuenster.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.mv-altomuenster.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mv-altomuenster.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mv-altomuenster.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=179"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.mv-altomuenster.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/179\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":682,"href":"https:\/\/www.mv-altomuenster.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/179\/revisions\/682"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.mv-altomuenster.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=179"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}